Leben im Gleichgewicht

Leben im Gleichgewicht

Gestern fand das Trauercafè in Bexhövede statt. Im Rahmen des Trauercafés habe ich das Buch „Miras Welt“ von Marlies Lüer vorgestellt. Alle haben später berichtet, dass sie sich in den Worten oft wiedergefunden haben und waren und sind von dem Buch begeistert. Der Tod eines Kindes wird uns begleiten. Immer bis zum Ende, egal wie alt wir werden. Ein Leben lang.

Im Buch steht: „Wissen Sie wie schön und wundervoll ein einziges Gänseblümchen ist?– All die Schönheit dieser Welt, und sei das „Ding“ noch so klein, das alles ist ein Geschenk. Man muss nur fähig sein, das alles zu erkennen und wertzuschätzen.“

Und so ist es auch, doch bis dahin muss ein Trauernder erst wieder lernen diese Dinge sehen zu können und das braucht Zeit. Ich habe davon erzählt, dass ich heute wieder gerne lebe, das ich Ziele habe und das mein Kind auf der anderen Seite noch auf mich warten muss. Das war nicht so ganz vorstellbar für einige Teilnehmer und sie haben mich gefragt wie ich das geschafft habe.

„Ich habe mein Gleichgewicht gesucht. Das Leben schätzen und die Trauer ausleben, wenn sie einmal wieder mit voller Kraft wie eine Welle über mich rollt. Nur das Gleichgewicht kann erreichen das Leben wieder lebenswert zu finden. Das ist das Ziel, jedoch ein langer Weg mit Umwegen und es braucht Zeit und Geduld, doch vor allem dem Willen ans Ziel zu gelangen. Egal wie lange es dauert. Denn alles braucht seine Zeit.

Das Buch von Marlies verbindet. Man findet sich wieder. Man erhält Antworten. Ein jeder möge mit dem Herzen prüfen, ob die Antwort für ihn stimmig ist. Ein jeder muss seinen eigenen Weg gehen, denn es gibt keinen Königsweg!

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    Eine Antwort auf Leben im Gleichgewicht

    1. Ingrid Tegtmeyer sagt:

      Danke!
      Diese Zeilen sind der Beweis dafür, dass es noch mehr Menschen gibt, die das Schreiben als „Ventil“ für ihre Emotionen nutzen. Ich bin zwar in der glücklichen Lage, keine derart schlimmen Verluste erlitten zu haben (vielleicht auf eine andere Art), so hilft mir aber das Schreiben sehr, dem Leben immer wieder eine neue, positive Sichtweise abzugewinnen.
      Mein Buch „ICH und Egon – oder: Das Gegenteil von ‚Gespräche mit Gott‘ “ ist zwar erst im Entstehen, aber es wächst „mit dem Leben“…und erzählt etwas von mir und dem Weg, mich selbst kennen zu lernen.
      Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Texte, die aus dem Herzen kommen, manchmal anderen Menschen Mut machen können!
      Liebe Grüße,
      Ingrid Tegtmeyer

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